Systemumgebung
Der notwendige Blick über den Tellerrand
Kein Produkt ist frei von Wechselwirkungen mit seiner Umgebung, weder bzgl. Emission noch bzgl. Störfestigkeit. Welchen Einfluss übt aber nun meine Umgebung auf mein Produkt aus?
Wissen Sie was wo und wo Ihr Produkt abstrahlt? Wie es gestört wird?
Wenn Sie die erste Frage nach dem was und wo mit nein beantwortet haben, können Sie die nächsten nicht belastbar mit Ja beantworten!
Warum?
Zur Veranschaulichung nehmen wir ein vereinfachtes Modell, das nur jeweils einen Aus- und Eingang hat. Der stark vereinfachte DC-DC-Konverter steht hier nur beispielhaft für jedwedes andere Produkt.
Was ist an Aus- und Eingang angeschlossen?
Alle nachfolgenden Überlegungen beruhen nur auf dem Ohm’schen Gesetz!
Keine komplizierten Herleitungen und Formeln.
Welche Impedanz sehe ich am Eingang? Welche Stromanteile über der Frequenz?
Meine Schutzbeschaltung bildet mit der außen anliegenden Impedanz einen Impedanzteiler (bei DC würden wir von Widerstandsteiler sprechen). Die Ströme werden sich abhängig von der Frequenz ganz unterschiedlich verhalten.
Wie ist der Abschluss am Ausgang?
Hochohmig oder niederohmig?
Wenn hochohmig, dann könnten wir spannungsgetriebene Probleme bekommen (E-Feld).
Bei niederohmigem Abschluss eher stromgetriebene (H-Feld).
Die tatsächliche Situation zu kennen – zumindest deren Tendenz – ist also von Vorteil.
Aber wie verhält es sich über der Frequenz?
Das Gegenüber hat vermutlich auch Schutzelemente verbaut – Beispiel Kondensator.
Die eigentlich hochohmige Last wird bezogen auf die EMV niederohmig.
Sie haben also eine frequenzabhängige Situation.
Sie sollten also ungefähr wissen was Sie außerhalb Ihres Produktes erwartet, um ihre eigenen Schutzmaßnahmen richtig auslegen zu können.
So wie hier am Beispiel Emission erläutert, können Sie sich auch die Situation für die Störfestigkeit herleiten.
Es gibt verschiedene Quellen, die zur Informationsbeschaffung herangezogen werden können.
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